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Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige – BU richtig absichern

Berufs­unfähig­keitsversicherung für Selbstständige

Wenn deine Arbeitskraft ausfällt, steht oft mehr auf dem Spiel als dein Einkommen.

BU für Selbstständige anfragen →  Rück­ruf an­for­dern

Unabhängig · Persönlich · Über 37 Jahre Versicherungserfahrung

 


 

Brauchen Selbstständige eine Berufs­unfähig­keitsversicherung?

Für viele Selbstständige ist eine Berufs­unfähig­keitsversicherung besonders wichtig, weil das eigene Einkommen unmittelbar von der persönlichen Arbeitskraft abhängt.

Wer seinen Beruf aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls dauerhaft nicht mehr ausüben kann, verliert möglicherweise seine wichtigste Einkommensquelle. Gleichzeitig laufen private Verpflichtungen weiter: Miete oder Finanzierung, Lebenshaltungskosten, Alters­vorsorge, Versicherungen oder familiäre Ausgaben.

Bei einem Selbstständigen kann zusätzlich das Unternehmen betroffen sein. Denn wenn die Unternehmerin oder der Unternehmer ausfällt, kann nicht nur persönliches Einkommen fehlen. Auch wichtige Aufgaben, Kundenbeziehungen und unternehmerische Entscheidungen können an der eigenen Person hängen.

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung kann die finanziellen Folgen eines solchen Ausfalls abfedern. Sie zahlt eine vertraglich vereinbarte monatliche BU-Rente, wenn die Voraussetzungen für eine Leistung erfüllt sind.

Dabei geht es nicht darum, jedes mögliche Risiko zu ver­sichern. Es geht um eine zentrale Frage:

Wie würdest du deinen Lebensunterhalt finanzieren, wenn du deinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben könntest?

 

 


 

Warum ist die Berufs­unfähig­keitsversicherung für Selbstständige besonders wichtig?

Als Selbstständiger ist deine Arbeitskraft häufig nicht nur ein Bestandteil deines Einkommens, sondern die Grundlage deines gesamten wirtschaftlichen Erfolgs.

Das gilt beispielsweise für:

  • Freiberufler
  • Ärzte und andere Heilberufe
  • Rechtsanwälte
  • Architekten und Ingenieure
  • Handwerker
  • Unternehmensberater
  • IT-Spezialisten
  • Makler und Vermittler
  • Agenturinhaber
  • Geschäftsführer
  • Unternehmer mit stark personenbezogenem Geschäftsmodell

Ein Angestellter kann bei längerer Krankheit unter bestimmten Voraussetzungen auf verschiedene soziale Sicherungssysteme zurückgreifen. Selbstständige müssen ihre persönliche Absicherung dagegen häufig wesentlich stärker selbst organisieren.

Hinzu kommt: Ein Unternehmen kann zwar weiterbestehen, wenn der Inhaber ausfällt. Das persönliche Einkommen ist damit aber nicht automatisch gesichert.

Deshalb sollte bei Selbstständigen zwischen der Absicherung der eigenen Arbeitskraft und der Absicherung des Unternehmens unterschieden werden.

Damit stellt sich die nächste Frage: Was leistet eine BU eigentlich – und wann zahlt sie?

 

 


Dein Einkommen

Wenn deine Arbeitskraft ausfällt, kann deine wichtigste Einkommensquelle wegfallen.

Deine Familie

Laufende Kosten und finanzielle Verpflichtungen bestehen auch bei längerer Berufsunfähigkeit weiter.

Dein Unternehmen

Wenn dein Betrieb stark von deiner persönlichen Tätigkeit abhängt, kann dein Ausfall auch wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen haben.


 

Was leistet eine Berufs­unfähig­keitsversicherung?

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung soll dein Einkommen ersetzen, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr wie vertraglich definiert ausüben kannst.

Wird die Berufs­unfähig­keit nach den Bedingungen des jeweiligen Vertrags anerkannt, erhältst du die vereinbarte monatliche BU-Rente.

Dabei kommt es entscheidend auf die konkreten Versicherungsbedingungen an. Die genaue Definition von Berufs­unfähig­keit, die erforderlichen Voraussetzungen und weitere Leistungsmerkmale können sich von Vertrag zu Vertrag unterscheiden.

Eine BU ist deshalb nicht einfach eine Versicherung gegen Krankheit. Sie ist eine Einkommensabsicherung für den Fall, dass deine berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist.

 

Wann gilt man als berufsunfähig?

Entscheidend ist nicht allein die Diagnose einer Krankheit.

Maßgeblich ist vielmehr, welche Auswirkungen eine gesundheitliche Beeinträchtigung auf deine konkrete berufliche Tätigkeit hat und welche Voraussetzungen dein Vertrag für die Anerkennung einer Berufs­unfähig­keit vorsieht.

Gerade bei Selbstständigen ist deshalb eine möglichst genaue Beschreibung des tatsächlichen Berufs besonders wichtig.

 

Warum der konkrete Beruf entscheidend ist

Ein Unternehmer arbeitet häufig nicht nur an einem einzigen Arbeitsplatz und erledigt nicht nur eine einzige Tätigkeit.

Vielleicht führst du Mitarbeiter, akquirierst Kunden, verhandelst Verträge, arbeitest selbst operativ, organisierst den Betrieb und triffst strategische Entscheidungen.

Genau diese tatsächliche Tätigkeit sollte bei der Absicherung berücksichtigt werden.

 

 


 

Wie hoch sollte die BU-Rente für Selbstständige sein?

Eine pauschale Summe gibt es nicht.

Die richtige Höhe der BU-Rente hängt von deiner persönlichen und wirtschaftlichen Situation ab. Entscheidend ist vor allem, wie viel Einkommen du benötigst, um deinen Lebensstandard und deine finanziellen Verpflichtungen auch bei einem langfristigen Ausfall finanzieren zu können.

Berücksichtigt werden sollten unter anderem:

  • deine laufenden Lebenshaltungskosten
  • Miete oder Immobilienfinanzierung
  • Unterhalt für Familie und Kinder
  • private Alters­vorsorge
  • Kranken- und Pflege­ver­si­che­rung
  • sonstige finanzielle Verpflichtungen
  • vorhandene Rücklagen und Vermögen
  • weitere Einkommensquellen
  • bereits bestehende Absicherungen

 

Welche Kosten solltest du berücksichtigen?

Die entscheidende Frage lautet nicht:

„Wie viel BU-Rente kann ich mir leisten?“

Sondern:

„Wie viel Einkommen brauche ich, wenn ich nicht mehr arbeiten kann?“

Eine zu niedrige BU-Rente kann im Leistungsfall dazu führen, dass trotz Versicherung eine erhebliche finanzielle Lücke bleibt.

Gleichzeitig sollte die Absicherung zu deinem tatsächlichen Einkommen und deiner langfristigen Entwicklung passen.

 

 


 

Was kostet eine Berufs­unfähig­keitsversicherung für Selbstständige?

Die Kosten einer BU lassen sich nicht seriös anhand einer pauschalen Zahl bestimmen.

Der Beitrag hängt unter anderem von deinem Alter, deinem Beruf, der gewünschten BU-Rente, der Laufzeit und deinem Gesundheitszustand ab.

Auch Freizeitaktivitäten und die konkreten Bedingungen des gewählten Tarifs können eine Rolle spielen.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag?

Besonders relevant sind:

  • Alter:
    Mit zunehmendem Eintrittsalter kann eine BU teurer werden.
  • Beruf:
    Versicherer bewerten Berufe unterschiedlich. Entscheidend ist unter anderem, wie hoch das jeweilige Berufs­unfähig­keitsrisiko eingeschätzt wird.
  • BU-Rente:
    Je höher die vereinbarte monatliche Leistung, desto höher fällt grundsätzlich auch der Beitrag aus.
  • Laufzeit:
    Eine Absicherung bis zum regulären Rentenalter kostet in der Regel mehr als eine kürzere Laufzeit.
  • Gesundheit:
    Vorerkrankungen und frühere Behandlungen können Einfluss auf die Annahme und die Beitragshöhe haben.
  • Vertragsbedingungen:
    Leistungsumfang und Qualität eines Vertrags sollten bei der Entscheidung nicht hinter dem Preis zurückstehen.

 

Warum der günstigste Beitrag nicht automatisch die beste BU bedeutet

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung wird im Idealfall erst dann wirklich wichtig, wenn du sie brauchst.

Dann zählt nicht, ob der Beitrag besonders günstig war.

Dann zählt, was dein Vertrag tatsächlich leistet.

 

 


 

Worauf sollten Selbstständige bei einer BU achten?

Bei einer Berufs­unfähig­keitsversicherung sollte nicht allein der monatliche Beitrag betrachtet werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Leistungsumfang, Bedingungen, persönlicher Situation und langfristiger Entwicklung.

 

• Verzicht auf abstrakte Verweisung

Eine wichtige Vertragsfrage ist, unter welchen Voraussetzungen der Versicherer dich auf eine andere Tätigkeit verweisen kann.

Ein Verzicht auf die abstrakte Verweisung kann deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal sein. Entscheidend ist allerdings immer die konkrete Formulierung im jeweiligen Vertrag.

 

• Klare Definition der Berufs­unfähig­keit

Die Bedingungen sollten verständlich und möglichst eindeutig regeln, wann eine Berufs­unfähig­keit vorliegt.

Gerade bei Selbstständigen sollte dabei die tatsächliche berufliche Tätigkeit sauber beschrieben sein.

 

• Nachversicherungsmöglichkeiten

Dein Einkommen kann sich im Laufe der Jahre verändern. Vielleicht wächst dein Unternehmen, du gründest eine Familie oder deine finanziellen Verpflichtungen steigen.

Nachversicherungsmöglichkeiten können dann interessant sein, um die Absicherung unter bestimmten Voraussetzungen später anzupassen.

 

• Dynamik

Eine Dynamik kann helfen, die BU-Rente langfristig an steigende Lebenshaltungskosten und die persönliche Einkommensentwicklung anzupassen.

Auch hier kommt es auf die konkreten Bedingungen an.

 

• Leistungsdauer

Die Frage ist nicht nur, wie hoch die BU-Rente ist.

Ebenso wichtig ist, wie lange sie im Leistungsfall gezahlt wird.

 

• Rente statt Beitragsbefreiung im Leistungsfall

Bei einer anerkannten Berufs­unfähig­keit kann je nach Vertragsgestaltung nur eine Beitragsbefreiung vorgesehen sein. Viel wichtiger ist jedoch eine ausreichend hoch bemessene Berufs­unfähig­keitsrente.

Auch dieses Merkmal sollte bei der Auswahl eines Vertrags unbedingt berücksichtigt werden.

 

 


 

Was gilt bei Selbstständigen für die Definition des Berufs?

Bei einem Angestellten lässt sich die berufliche Tätigkeit häufig relativ klar beschreiben.

Bei einem Unternehmer kann das wesentlich komplexer sein.

Ein Selbstständiger kann gleichzeitig:

  • Mitarbeiter führen
  • Kunden beraten
  • Angebote erstellen
  • Verträge verhandeln
  • kaufmännische Aufgaben übernehmen
  • handwerklich oder operativ arbeiten
  • Termine wahrnehmen
  • das Unternehmen strategisch steuern

Deshalb sollte nicht einfach die Berufsbezeichnung im Antrag stehen.

Entscheidend ist eine realistische Beschreibung der tatsächlichen Tätigkeit.

 

Warum eine genaue Tätigkeitsbeschreibung wichtig ist

Die Frage „Was machst du beruflich?“ klingt zunächst einfach.

Für eine BU ist sie das aber nicht.

Je genauer die tatsächlichen Tätigkeiten, der zeitliche Anteil und die Verantwortung beschrieben werden, desto besser lässt sich beurteilen, wie das individuelle Risiko einzuordnen ist.

Gerade bei Selbstständigen kann dieser Punkt erheblichen Einfluss auf die spätere Bewertung haben.

 

 


 

Was passiert bei einer Vorerkrankung?

Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch, dass du keine Berufs­unfähig­keitsversicherung bekommen kannst.

Je nach Gesundheitsgeschichte und individueller Risikoprüfung sind unterschiedliche Ergebnisse möglich:

  • normale Annahme
  • Annahme mit Risikozuschlag
  • Ausschluss bestimmter Erkrankungen
  • Zurückstellung
  • Ablehnung

Entscheidend ist dabei, dass Versicherer Risiken unterschiedlich bewerten können.

Eine Erkrankung, die bei einem Versicherer zu einem Ausschluss führt, kann bei einem anderen Versicherer unter Umständen anders beurteilt werden.

 

Welche Gesundheitsangaben sind wichtig?

Gesundheitsfragen sollten immer vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Dazu können beispielsweise frühere Diagnosen, Behandlungen, Medikamente, Krankenhausaufenthalte oder psychotherapeutische Behandlungen gehören – abhängig davon, was der jeweilige Versicherer konkret abfragt.

Gerade bei komplexerer Gesundheitsgeschichte sollte deshalb nicht vorschnell ein offizieller Antrag gestellt werden.

 

 


 

Warum eine anonyme Risikovoranfrage bei der BU sinnvoll sein kann

Wenn gesundheitliche Vorerkrankungen bestehen, kann eine anonyme Risikovoranfrage ein sinnvoller erster Schritt sein.

Dabei werden die relevanten Gesundheitsinformationen zunächst ohne persönliche Identifizierung bei ausgewählten Versicherern vorgeprüft.

So lässt sich herausfinden, wie unterschiedliche Versicherer das individuelle Risiko voraussichtlich einschätzen könnten – bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.

Das kann insbesondere interessant sein bei:

  • Vorerkrankungen
  • Psychotherapie
  • psychischen Beschwerden
  • regelmäßiger Medikamenteneinnahme
  • früheren stationären Behandlungen
  • mehreren gesundheitlichen Diagnosen
  • bereits erfolgten Ablehnungen

Anonyme BU-Risikovoranfrage →

 

 


 

Was gilt bei Psychotherapie oder psychischen Vorerkrankungen?

Psychische Erkrankungen und frühere Psychotherapien können bei der Risikoprüfung einer BU eine besondere Rolle spielen.

Dabei kommt es nicht allein darauf an, dass eine Psychotherapie stattgefunden hat.

Relevant können beispielsweise sein:

  • Diagnose
  • Zeitpunkt und Dauer der Behandlung
  • Häufigkeit der Sitzungen
  • Anlass der Behandlung
  • Verlauf
  • aktuelle Beschwerden
  • Medikamente
  • stationäre oder ambulante Behandlung
  • die konkreten Gesundheitsfragen des Versicherers

Deshalb sollte eine frühere Psychotherapie nicht einfach verschwiegen oder pauschal als Ausschlussgrund betrachtet werden.

BU trotz Psychotherapie – was ist möglich? →

 

Warum nichts verschwiegen werden sollte

Unvollständige oder falsche Angaben können später erhebliche Probleme verursachen.

Die bessere Strategie ist deshalb:

Gesundheitsgeschichte sauber aufbereiten → anonym vorprüfen lassen → passende Versicherer auswählen → erst danach über einen offiziellen Antrag entscheiden.

 

 


 

Kann ich als Selbstständiger trotz Vorerkrankungen eine BU bekommen?

Ja, das kann möglich sein.

Entscheidend sind unter anderem Art, Umfang und Aktualität der Vorerkrankungen sowie die individuelle Risikoeinschätzung des jeweiligen Versicherers.

Gerade bei komplexeren Gesundheitsgeschichten sollte deshalb nicht nur ein Versicherer betrachtet werden.

Eine strukturierte Risikovoranfrage kann helfen, vor einem offiziellen Antrag herauszufinden, welche Möglichkeiten grundsätzlich bestehen.

 

 


Normale Annahme

Versicherung ohne besondere Einschränkungen.

Risikozuschlag

Der Beitrag kann aufgrund des individuellen Risikos höher ausfallen.

Ausschluss

Bestimmte Risiken können vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden.

Zurückstellung / Ablehnung

Eine Entscheidung kann zunächst zurückgestellt oder abgelehnt werden.


 

Wann sollten Selbstständige eine BU abschließen?

Grundsätzlich lohnt es sich, sich frühzeitig mit der Absicherung der eigenen Arbeitskraft zu beschäftigen.

Alter, Gesundheitszustand und berufliche Tätigkeit können Einfluss darauf haben, zu welchen Bedingungen eine BU abgeschlossen werden kann.

Aber auch hier gilt:

„Je früher, desto besser“ ist allein noch keine ausreichende Entscheidungsgrundlage.

Wichtiger ist, dass die Absicherung zu deiner tatsächlichen Lebens- und Berufssituation passt und langfristig sinnvoll aufgebaut wird.

 

 


 

Was ist für Unternehmer anders als für Angestellte?

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung schützt grundsätzlich deine persönliche Arbeitskraft und dein persönliches Einkommen.

Sie sorgt nicht automatisch dafür, dass dein Unternehmen weiterläuft.

Wenn dein Unternehmen stark von deiner persönlichen Tätigkeit abhängig ist, können deshalb weitere Fragen relevant werden:

  • Was passiert mit dem Unternehmen bei deinem Ausfall?
  • Können Mitarbeiter deine Aufgaben übernehmen?
  • Gibt es eine Vertretungsregelung?
  • Wie werden laufende Kosten finanziert?
  • Gibt es eine Unternehmens- oder Betriebsausfallabsicherung?
  • Sind wichtige Per­sonen im Unternehmen abgesichert?

Die persönliche BU und die unternehmerische Risikovorsorge sind deshalb zwei unterschiedliche Themen.

Welche Versicherungen braucht ein Unternehmer? →

 

 


 

BU oder Grundfähigkeitsversicherung – was ist die Alternative?

Eine Grundfähigkeitsversicherung verfolgt einen anderen Ansatz als eine Berufs­unfähig­keitsversicherung.

Sie leistet grundsätzlich dann, wenn bestimmte definierte Grundfähigkeiten verloren gehen und die jeweiligen Vertragsbedingungen erfüllt sind.

Eine Grundfähigkeitsversicherung ist deshalb nicht einfach eine günstigere BU und auch nicht automatisch gleichwertig.

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von deiner persönlichen Situation, deinem Beruf, deinem Gesundheitszustand und deinen Absicherungszielen ab.

 

 


 

Welche Fehler machen Selbstständige bei der BU?

 

• Nur auf den Preis schauen

Ein niedriger Beitrag sagt allein wenig darüber aus, wie gut eine BU im Leistungsfall funktioniert.

• Gesundheitsfragen ungenau beantworten

Gesundheitsangaben sollten nicht aus dem Gedächtnis nebenbei ausgefüllt werden.

• Nur einen Versicherer anfragen

Gerade bei Vorerkrankungen können unterschiedliche Versicherer zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen.

• Den eigenen Beruf zu ungenau beschreiben

Bei Selbstständigen kann eine pauschale Berufsbezeichnung wichtige Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten verschleiern.

• Die BU-Rente zu niedrig ansetzen

Eine günstige BU kann teuer werden, wenn die vereinbarte Rente im Ernstfall nicht ausreicht.

• Zu spät über die Absicherung nachdenken

Mit zunehmendem Alter und veränderter Gesundheit können sich die Möglichkeiten verändern.

 

 


 

Wie findest du die passende Berufs­unfähig­keitsversicherung als Selbstständiger?

Eine gute BU beginnt nicht mit einem Tarif.

Sie beginnt mit deiner persönlichen Situation.

Bevor konkrete Angebote betrachtet werden, sollten deshalb unter anderem diese Fragen geklärt werden:

  • Wie hoch ist dein tatsächlicher Einkommensbedarf?
  • Wie sieht dein beruflicher Alltag wirklich aus?
  • Welche finanziellen Verpflichtungen bestehen?
  • Welche Absicherung hast du bereits?
  • Welche BU-Rente wäre im Ernstfall ausreichend?
  • Welche gesundheitlichen Besonderheiten müssen berücksichtigt werden?
  • Wie soll sich deine Absicherung mit deinem Einkommen entwickeln?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich sinnvoll beurteilen, welche Vertragsgestaltung und welche Anbieter überhaupt infrage kommen.

 

 


 

Ist eine BU für dich als Selbstständiger sinnvoll?

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung solltest du besonders prüfen, wenn dein Einkommen wesentlich von deiner eigenen Arbeitskraft abhängt.

Das gilt insbesondere, wenn du:

  • wenig staatliche Absicherung hast
  • Familie oder finanzielle Verpflichtungen versorgst
  • langfristig Vermögen aufbauen möchtest
  • hohe laufende Kosten hast
  • dein Unternehmen stark von deiner persönlichen Tätigkeit abhängig ist

Besonders genau sollte die Absicherung geprüft werden, wenn Vorerkrankungen bestehen, dein Einkommen stark schwankt, du bereits eine ältere BU besitzt oder deine bisherige BU-Rente nicht mehr zu deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Brauche ich unbedingt eine BU?“

Sondern:

„Was würde finanziell passieren, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben könnte?“

 

 


Thomas Orthey – Versicherungsexperte bei ORTHEY CONSULT

THOMAS ORTHEY SAGT DAZU

„Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet nicht der günstigste Beitrag darüber, ob du gut abgesichert bist. Entscheidend ist, was dein Vertrag leistet, wenn du ihn wirklich brauchst.“

Thomas Orthey
Versicherungsexperte · ORTHEY CONSULT

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Warum ich bei der BU genau hinschaue

Am 1. Januar 1989 habe ich mich als Versicherungsvermittler selbstständig gemacht. Ich war damals gerade einmal 23 Jahre alt. Einen Monat später, im Februar 1989, wollte ich heiraten und gemeinsam mit meiner Frau eine Familie gründen.

Das Thema Berufs­unfähig­keit war für mich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon mehr als eine theoretische Frage. Mein Vater wurde mit Ende 30 berufsunfähig, meine Mutter musste bereits mit 28 Jahren ihre erste große Herzoperation überstehen. Ich kannte deshalb schon als junger Mensch aus nächster Nähe, was Krankheit und der Verlust der eigenen Arbeitskraft für einen Menschen und eine Familie bedeuten können – auch finanziell.

Als ich mich selbstständig machte, war mir deshalb sehr bewusst: Meine Arbeitskraft ist meine wichtigste wirtschaftliche Grundlage. Wenn sie wegfällt, geht es nicht nur um meinen Beruf, sondern um Einkommen, Familie und die gemeinsame finanzielle Zukunft.

Das Thema Berufs­unfähig­keit und die Absicherung der Arbeitskraft insgesamt hat mich deshalb von Anfang an im ureigenen Interesse beschäftigt. Was passiert, wenn ich durch Krankheit oder einen Unfall meinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Wie lässt sich mein Einkommen absichern? Und worauf muss ich bei einem Vertrag achten, damit die Absicherung im Ernstfall tatsächlich trägt?

Diese Fragen begleiten mich seitdem – zunächst aus persönlichem Interesse, später immer stärker auch aus meiner beruflichen Erfahrung heraus.

Bei einer Berufs­unfähig­keitsversicherung geht es für mich deshalb nicht darum, möglichst schnell irgendeinen Tarif zu finden.

Entscheidend ist das Gesamtbild:

Dein Beruf. Dein Einkommen. Deine finanzielle Situation. Deine gesundheitliche Vorgeschichte. Und natürlich die Bedingungen des Vertrags.

Gerade bei Selbstständigen können diese Faktoren sehr unterschiedlich sein. Meine langjährige Erfahrung hilft dabei, Risiken einzuordnen, die richtigen Fragen zu stellen und mögliche Stolpersteine frühzeitig zu erkennen – bevor eine Entscheidung getroffen wird.

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Häufige Fragen zur Berufs­unfähig­keitsversicherung für Selbstständige

 

Brauchen Selbstständige eine Berufs­unfähig­keitsversicherung?

Für viele Selbstständige ist eine BU besonders wichtig, weil das eigene Einkommen unmittelbar von der persönlichen Arbeitskraft abhängt. Fällt diese dauerhaft weg, kann eine erhebliche finanzielle Lücke entstehen.

Was kostet eine Berufs­unfähig­keitsversicherung für Selbstständige?

Der Beitrag hängt unter anderem von Alter, Beruf, gewünschter BU-Rente, Laufzeit, Gesundheitszustand und Vertragsbedingungen ab. Eine pauschale Aussage zu den Kosten ist deshalb nicht seriös.

Wie hoch sollte die BU-Rente für Selbstständige sein?

Die BU-Rente sollte sich am tatsächlichen finanziellen Bedarf orientieren. Lebenshaltungskosten, Familie, Finanzierung, Alters­vorsorge und weitere Verpflichtungen sollten dabei berücksichtigt werden.

Kann ich trotz Vorerkrankungen eine BU abschließen?

Ja, das kann möglich sein. Je nach Gesundheitsgeschichte kommen beispielsweise normale Annahme, Risikozuschlag, Ausschluss, Zurückstellung oder Ablehnung infrage. Die Versicherer können Risiken unterschiedlich bewerten.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage bei der BU?

Bei einer anonymen Risikovoranfrage wird die gesundheitliche Situation zunächst ohne persönliche Identifizierung bei Versicherern vorgeprüft. Das kann insbesondere bei Vorerkrankungen sinnvoll sein, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.

Muss ich Vorerkrankungen bei der BU angeben?

Ja. Die Gesundheitsfragen des jeweiligen Versicherers müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Welche Angaben erforderlich sind, hängt von den konkreten Fragen und Abfragezeiträumen des Versicherers ab.

Was ist bei einer BU für Selbstständige besonders wichtig?

Neben der Höhe der BU-Rente sind insbesondere die konkreten Vertragsbedingungen, die Definition des Berufs, die Leistungsdauer, Nachversicherungsmöglichkeiten und die individuelle gesundheitliche Situation wichtig.

Ist eine Grundfähigkeitsversicherung eine Alternative zur BU?

Sie kann je nach Situation eine Alternative oder Ergänzung sein. Die Leistungsdefinition unterscheidet sich jedoch von einer BU. Deshalb sollte geprüft werden, welche Absicherung zum persönlichen Risiko passt.

Kann ich nach einer BU-Ablehnung noch einen anderen Versicherer anfragen?

Eine Ablehnung bedeutet nicht automatisch, dass jeder andere Versicherer ebenfalls ablehnt. Gerade dann kann es sinnvoll sein, die Gesundheitsgeschichte strukturiert aufzubereiten und weitere Möglichkeiten über eine Risikovoranfrage prüfen zu lassen.


 

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Deine Arbeitskraft ist als Selbstständiger häufig dein wichtigstes wirtschaftliches Kapital.

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