Wer zahlt eigentlich bei Schäden durch massiven Starkregen?

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Wer zahlt eigentlich bei Schäden durch massiven Starkregen?

Ständige Unwetter verursachen verheerende Schäden an Haus und Hof. Meistens fehlt jedoch der richtige Versicherungsschutz – mit tragischen Folgen…

Sintflutartiger Regen verwandelt Rinnsale in mächtige Flüsse. Wege, Straßen und mehrstöckige Häuser reißen die Wasserfluten weg, Kraftfahrzeuge stapeln sich wie Bauklötzchen übereinander.

Viele Gebäude sind nach einem Dauerregen nicht mehr standfest. Die drohende Einsturzgefahr macht die Immobilien unbewohnbar. In den letzten Wochen und Monaten ereigneten sich wiederholt Horror-Szenarien in vielen deutschen Regionen.

Vor allem in Baden-Württemberg und Niederbayern wüteten die Unwetter mit katastrophalen Folgen. Gleiches gilt für Nordrhein-Westfalen, wo die Behörden temporär Katastrophenalarm ausriefen.

 

Wasser steht bis zum Hals: 450 Mio. Euro!

Laut ersten Schätzungen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) beliefen sich die versicherten Schäden auf 450 Millionen Euro. Dies war jedoch der Stand vom 30.05.2016. Zwischenzeitlich dürften die konkreten Zahlen wesentlich höher sein, da die Unwetterschäden in Niederbayern und Nordrhein-Westfalen nicht berücksichtigt waren. Neben den Extrem-Ereignissen fluteten zahllose Gewitter mit erheblichen Schauern viele Keller. Der gesamte Schaden ist momentan nicht abzuschätzen. In Niederbayern kalkuliert man die Schäden auf über 1 Milliarde Euro.

Es ist ein Fakt:

Unwetterereignisse werden intensiver und häufiger. Die Natur lässt sich immer weniger in die Karten schauen. Unberechenbare Folgen übersteigen regelmäßig die Millionengrenze.

Auch heute demonstriert das Wetter wieder, wie sinnvoll und existenzsichernd der Einschluss von Elementargefahren in der Wohngebäude– und Hausratversicherung ist. In vielen Policen fehlt jedoch nach wie vor dieser Einschluss.

 

Mehr als jeder Zweite geht leer aus!

Nur etwa 40 Prozent der Wohnimmobilien in Deutschland sind gegen Hochwasserschäden versichert. Gleiches gilt für betrieblich genutzte Gebäude. Viele Unternehmer sind nicht gegen Elementarschäden geschützt.

Deshalb ist es empfehlenswert, nicht nur die private Hausrat- und Wohngebäudeversicherung, sondern auch Geschäfts-Inhaltsversicherungen und gewerbliche Gebäudeversicherungen um den Einschluss „Elementarschäden“ zu erweitern.

Tipp für Unternehmer:

Wichtig ist der Einschluss von Elementarschäden auch in der Ertragsausfall-Versicherung. Dies gilt sowohl für die kleine, mittlere und große Betriebsunterbrechungsversicherung. Nur wenn dieser Einschluss vereinbart wird, leistet der Versicherer wenn nach einer Überflutung die Maschinen oder der ganze Betrieb stillstehen.

 

Nicht auf den Staat verlassen

Wer sich auf staatliche Hilfe verlässt, zieht schnell den Kürzeren. Vater Staat springt nur ein, wenn zuvor eine private Absicherung nicht möglich war. Doch das ist höchst selten der Fall:

98,3 Prozent der Gebäude in Deutschland liegen in den ZÜRS-Zonen 1 und 2. Statistisch sind die Gebiete weniger als einmal in 200 Jahren beziehungsweise einmal in 100 bis 200 Jahren von einem Hochwasser betroffen. Diese Immobilien sind ohne Probleme zu versichern – und das, obschon gerade diese Risiken bei Starkregen am häufigsten betroffen sind.

Soforthilfen vom Staat sind gut. Doch es gibt nur wenige tausend Euro und die sind sehr schnell verzehrt. Die aufwendige Sanierung von Gebäuden nach einer Überschwemmung und der Ersatz von betroffenem Inventar, Vorräten, Arbeitsgeräten, Maschinen etc. geht ruckzuck in 5- bis 6-stellige Dimensionen, wie der aktuelle Naturgefahrenreport des GDV beweist.

Versicherungsschutz für Elementarschäden ist günstiger zu haben als viele glauben. Hier finden Interessierte den womöglich besten Vergleichsrechner für die am deutschen Markt angebotenen Elementarschaden-Lösungen. Jetzt informieren und vergleichen!

 

 

Thomas Orthey

Thomas Orthey (52): - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte tätig. Er hat sich in 25 Jahren auf die Optimierung von Firmenversicherungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spezialisiert. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte mehr als 300 Fachartikel für jeweils ca. 720.000 Leser in 13 Tageszeitungen und Fachmagazinen. Seine Experten-Tipps wurden insgesamt über 70 Mio. Mal schwarz auf weiß gedruckt. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)

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