Türschilder

Türschilder stellen immer wieder eine besondere Schwachstelle an Türen dar. Sie lassen sich verbiegen oder sogar komplett vom Türblatt abreißen. Dies kommt häufig vor, wenn die Befestigung (Schrauben) oder das Material des Schildes zu schwach sind. Ist das Türschild zu schwach, dann reicht bereits ein kleiner Schraubendreher als Hebel aus. Ein Keil erfüllt denselben Zweck.

Liegt der Schließzylinder erst einmal frei, hat der Einbrecher in der Regel leichtes Spiel: Ein kräftiger Ruck mit einer stabilen Zange reicht aus und der Schließzylinder bricht ab. Dann stehen dem Eindringling buchstäblich Tür und Tor offen.

Es liegt auf der Hand: Überstehende Schließzylinder oder von außen abschraubbare Türschilder (Schutzbeschläge) stellen eine Einladung für ungebetene “Gäste” dar. Schwache Türschilder machen den gesamten Schlossbereich leicht angreifbar.

Ein stabiles und anerkanntes einbruchhemmendes Türschild

  • erschwert das Abdrehen/Abbrechen des Schließzylinders
  • erschwert das Ziehen des Schließzylinders
  • erschwert das Durchschlagen des Schließzylinders
  • verstärkt das Türblatt im Bereich der Schlosstasche

Voraussetzungen für ein einbruchhemmendes Türschild:

  • der Schließzylinder wird eng umschlossen
  • der Zugriff auf Schließzylinder wird erschwert
  • der Einsatz von Werkzeugen wird erschwert
  • das Türschild ist von innen stabil verschraubt
  • aus mindestens 10 mm dickem Stahl gefertigt (Klasse B und C)

Rosetten sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.  Zum Beispiel, wenn ein einbruchhemmendes Türschild aus technischen Gründen nicht montiert werden kann. Für Metalltüren oder Türen aus Kunststoffhohlprofilen gibt es schmale Türschilder im Handel.

Mit freundlicher Genehmigung des VdS

 

Thomas Orthey

Thomas Orthey (48): - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte tätig. Er hat sich auf die Optimierung von Firmenversicherungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spezialisiert. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte mehr als 300 Fachartikel für jeweils ca. 720.000 Leser in 13 Tageszeitungen und Fachmagazinen. Seine Experten-Tipps wurden bislang über 70 Mio. Mal gedruckt. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)

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