Wert 1914

Was bedeutet „Wert 1914“?

Wenn Sie schon einmal in Ihre Police zur Gebäudeversicherung geschaut haben, wurden Sie womöglich misstrauisch. Da steht etwas von „Wert 1914“, obwohl Ihr Gebäude höchstwahrscheinlich erst viel später gebaut wurde. Außerdem könnte man für diese Summe heute niemals ein Gebäude errichten.

Weil Bauen immer teurer wird

Schauen Sie auch manchmal auf die Anzeigen der Bauunternehmen und Fertighaus-Hersteller, …und staunen, was Häuser heute so kosten?

Dann werden Sie vor allem eines feststellen:

Die Baupreise ändern sich von Jahr zu Jahr. Mal wird das Bauen günstiger, meistens aber teurer. Die gleiche Immobilie, die man vor 10 Jahren errichtete, kostet heute mehrere zehntausend Euro mehr.

Als Versicherungsnehmer müssten Sie deshalb Ihre Versicherungssumme jedes Jahr neu ermitteln und Ihrem Versicherer mitteilen. Ansonsten droht eine Unterversicherung.
Da dies in der Praxis kaum darstellbar ist, haben sich die Gebäudeversicherer bereits vor Jahrzehnten auf ein sinnvolles Verfahren geeinigt:

Das Jahr 1914 als Basisjahr

So funktioniert’s:

Gebäudewerte (Neubaukosten) werden zurückgerechnet auf das Jahr 1914. Die Frage lautet: „Was hätte die Erstellung Ihrer Immobilie im Jahr 1914 gekostet?“

Die Versicherungssumme 1914 drückt sich in Goldmark aus und erscheint deshalb auf den ersten Blick viel zu niedrig. Die Anpassung an die jeweils aktuellen Baupreise erfolgt über den sogenannten Baupreisindex, welcher vom Statistischen Bundesamt für jedes einzelne Jahr veröffentlicht wird.

Mit diesem Verfahren sind Sie auf der sicheren Seite, denn…

Wurde der Basiswert korrekt ermittelt, erfolgt laufend eine gleitende Anpassung an aktuelle Baupreise. Damit steht Ihnen im Schadenfall die Versicherungssumme zur Verfügung, welche für den Aufbau Ihrer Immobilie aktuell benötigt wird. Ähnlich funktioniert die Wertzuschlagsklausel.