Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer

Warum der Wegfall des Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer brandgefährlich für Sie werden kann – und was Sie jetzt tun können, damit in Zukunft keine Nachteile für Sie entstehen!

Zum 31.12.2017 ist das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer nach 56 Jahren Gültigkeit entfallen. Viele Kunden ahnen nicht, welche zusätzlichen Gefahren sich jetzt dadurch für sie ergeben können…

Besitzen Sie eine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung, oder womöglich eine Geschäftsinhalts- oder betriebliche Gebäudeversicherung mit dem Einschluss der Feuer-Gefahr? Dann könnten Sie bei Feuerschäden an “Nachbarimmobilien” ab sofort bis zu 450.000 Euro höher in Regress genommen werden.

Mit einer Privathaftpflichtversicherung , Haus- und Grundbesitzer- oder  Betriebshaftpflichtversicherung sichern Sie Ihre Existenz – aber nur bei ausreichend hohen Versicherungssummen!

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Was ist das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer?

Das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer (RVA) trat im Jahr 1961 in Kraft.

Teilnehmende Versicherer verzichteten innerhalb bestimmter Grenzen auf einen Regress. Der Kunde einer Feuerversicherung sollte durch dieses Abkommen bei Übergreifen eines Feuers von seinem versicherten Eigentum auf eine benachbarte „Sache” vor Regressansprüchen des fremden Feuerversicherers geschützt werden. Damit war gewährleistet, dass der Kunde seine finanzielle und wirtschaftliche Existenz nicht verliert.

Beispiel:

Ein Brand in Ihrer Wohnung greift auf das gesamte Mehrfamilienhaus mit 12 Mietparteien über. Insgesamt entsteht den anderen Bewohnern und Eigentümern ein Schaden von einer Million Euro. Das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer regelte in diesem Fall, dass teilnehmende Feuerversicherer bei Ihnen nur für die ersten 150.000 Euro und für den 600.000 Euro übersteigenden Teil Regress nahmen. Somit blieb Ihnen im Idealfall ein Regress von 450.000 Euro erspart. Doch damit ist jetzt Schluss.

Regress bei Feuerschäden bis zum 31.12.2017

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Regress bei Feuerschäden ab 2018:

Ab dem 31. Dezember 2017 erfolgt die Regressnahme durch fremde Feuerversicherer in voller Höhe. Betriebe und Privatpersonen sollten deshalb jetzt die Versicherungssumme ihrer Haftpflichtversicherungen prüfen. Privathaftpflichtversicherungen mit bis zu 50 Mio. Euro Versicherungsschutz gibt es am Markt bereits für monatlich 6 Euro.

Warum das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer
ab 2018 abgeschafft wurde

Im Regressfall müssen Sie für einen schuldhaft verursachten Schaden in unbegrenzter Höhe aufkommen (§ 823 BGB). Das war schon immer so. Im besten Fall verfügen Sie daher über eine entsprechende Haftpflichtversicherung.

Früher waren jedoch die Versicherungssummen der Haftpflichtversicherer teilweise so niedrig, dass eine risikogerechte Absicherung von Regressforderungen kaum oder gar nicht möglich war. Vor diesem Hintergrund entstand vor über fünfzig Jahren das nunmehr entfallene Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer.

Heute gibt es ausreichende und deutlich bessere Möglichkeiten, sich gegen übergreifende Schadenfeuer durch eine Haftpflichtversicherung abzusichern. Deshalb wurde das Regressverzichtsabkommen der Feuerversicherer auf Anregung des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV) am 31.12.2017 deutschlandweit aufgehoben.

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Was Sie jetzt tun müssen…

Prüfen Sie die Versicherungssummen Ihrer Haftpflichtversicherungen, damit Ihnen bei einem übergreifenden Schadenfeuer eine ausreichend hohe Leistung zur Verfügung steht. Wichtig ist hier insbesondere die Versicherungssumme für Sachschäden.

Dies gilt generell für Ihre

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Unsere Empfehlung für Sie:

Die Versicherungssumme für Sach- bzw. Umweltschäden sollte ab 2018 mindestens 5.000.000 Euro betragen. Vorsicht! Sind in Ihrer Nachbarschaft jedoch deutlich höherwertigere Immobilien (z.B. dichte Stadtbebauung, Wohnsiedlungen, Einkaufszentren, Firmengebäude etc.) muss die Versicherungssumme entsprechend erhöht werden.

Im Bereich der Privathaftpflichtversicherung bietet der Markt heutzutage extrem günstige Konzepte mit einer Versicherungssumme von 50 Mio. Euro. Damit sollten Sie auf der sicheren Seite sein!

 

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