Persönliche Vermögensschadenhaftpflicht für leitende Angestellte

Wenn Sie als leitender Angestellter in Ihrem Betrieb Verantwortung übernehmen, kann man Sie unter Umständen für Ihr Fehlverhalten persönlich belangen.

Eine Haftungsinanspruchnahme leitender Angestellter setzt aber zunächst einmal voraus, dass diese über Prokura oder zumindest über eine im Handelsregister eingetragene Handlungsvollmacht verfügen.

Ist das nicht der Fall, dann gelten Mitarbeiter (auch leitende Angestellte) – ganz gleich welche innerbetriebliche Verantwortung sie tragen – haftungsrechtlich nur als ganz normale Arbeitnehmer.

Arbeitnehmer haften nur begrenzt

Und als „normaler“ Arbeitnehmer haften sind sie nach arbeitsgerichtlicher Rechsprechung für ihr Fehler nur in Ausnahmefällen haftbar. Und in diesen Fällen auch nur sehr begrenzt.

Wenn Sie Leitungsfunktionen in Ihrem Unternehmen übernehmen, wäre also zunächst abzuklären, ob Sie überhaupt derartigen Haftungsrisiken ausgesetzt sind. „Echte“ leitende Angestellte sind im Rahmen einer D&O-Versicherung, falls diese für das Unternehmenbestehen sollte, ( neben den Organen ) mit abgesichert.

Tipp für „echte“ leitende Angestellte:

Besteht keine D&O-Versicherung so kann das Vermögensschaden-Risiko für „echte“ leitende Angestellte seit kurzer Zeit in einem separaten Privatvertrag abgesichert werden. Das normale Arbeitnehmer-Risiko ist versicherungstechnisch jedoch nicht versicherbar.

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