Mehr Toleranz dank Versehensklausel

Im betrieblichen Alltag müssen im Minutentakt laufend Entscheidungen getroffen werden. Da kann es bei aller Vorsicht passieren, dass man gegen Gesetze oder sonstige Vorschriften verstößt.

Sofern diese „Fehltritte“ auf einem Versehen bestehen, sollten für Sie daraus keine negativen Folgen resultieren.

Damit dies bereits im Vorfeld ohne wenn und aber mit dem Versicherer geklärt wird, bietet sich die Vereinbarung einer Versehensklausel an:

Musterwortlaut „Versehensklausel“

„Verletzungen von Bestimmungen dieses Vertrages, von gesetzlichen, polizeilichen oder sonstigen Vorschriften beeinträchtigen die Rechte des Versicherungsnehmers nicht, insofern diese Verletzungen auf einem Versehen beruhen und wider Willen und Wissen des Versicherungsnehmers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Repräsentanten begangen wurden. Die normale Sorgfaltspflicht des Versicherungsnehmers bleibt hiervon unberührt.

Wird eine Anzeige, Meldung einer Gefahr-Erhöhung oder die Erfüllung einer vertraglichen Obliegenheit oder ähnliches versehentlich unterlassen, so kann der Versicherer deswegen seine Ersatzpflicht nicht ablehnen, es sei denn, dass Vorsatz der Repräsentanten des Versicherungsnehmers vorliegt. Der Versicherer hat jedoch Anspruch auf Nachzahlung einer angemessenen Prämie, falls diese vereinbart worden wäre, wenn die Anzeige vorgelegen hätte.“

Haben Sie Fragen zur „Versehensklausel“? Sprechen Sie uns an.