Warum Sie die Repräsentanten Ihres Unternehmens eindeutig definieren sollten

Insbesondere nach einem Schaden geht es häufig um die Frage, wer für den Schadeneintritt die Verantwortung trägt. Das gilt vor allem dann, wenn zum Beispiel der Vorwurf einer groben Fahrlässigkeit im Raum steht.

Sie tun daher gut daran, Ihre Repräsentanten im Vorfeld (vor Eintritt eines Schadens) eindeutig festzulegen.

Dies erreichen Sie durch die schriftliche Vereinbarung einer Repräsentanten-Klausel.

Musterwortlaut „Repräsentanten-Klausel“

Vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer wie folgende Klausel:

Als Repräsentanten gelten:

  • bei Aktiengesellschaften (AG): Die Mitglieder des Vorstandes
  • bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH): Die Geschäftsführer
  • bei Kommanditgesellschaften (KG): Die Komplementäre
  • bei offenen Handelsgesellschaften (OHG): Die Gesellschafter
  • bei Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR): Die Gesellschafter
  • bei Einzelfirmen: Die Inhaber
  • bei privaten Versicherungen: Der Versicherungsnehmer

Schließt der Versicherungsnehmer im Rahmen seines Gewerbebetriebes laufend eine Vielzahl von Miet- oder Pachtverträgen ab, so gelten die Mieter oder Pächter nicht als Repräsentanten des Versicherungsnehmers.

Ebenso begründet die Überlassung versicherter Sachen (auch aufgrund eines Miet-, Pacht- oder ähnlichen Verhältnisses) für längere Zeit in alleiniger Obhut keine Repräsentanteneigenschaft.

Haben Sie Fragen zur Repräsentanten-Klausel? Sprechen Sie uns an.